Edith Kappeler

Phoenixe am Mittag von Edith Kappeler

Wachsamkeit und Träumereien

Genauso wichtig wie der Besuch von Ausstellungen sind Edith Kappeler Lektüre, Theaterbesuche, Radiosendungen und Gespräche, beim Versuch die Welt zu verstehen. All unsere Eindrücke, Erfahrungen, Gefühle und Gedanken setzen sich in uns nieder. Daraus entstehen ganz ähnlich wie beim Marmor durch Metamorphose neue Bilder, neue Gestalten. „Es müsse aber nicht alles umgesetzt werden, was sich in unseren Köpfen geformt hat", meint sie bestimmt.

Formal geht es ihr um Konzentration, Reduktion auf das Wesentliche, das Finden von klaren Linien und das Spiel mit Widersprüchen. Sie befasst sich mit Themen wie „Ambivalenzen“, in denen sie Widersprüche nicht aufhebt, sondern vereinigt. (Flügel aus Stein, Kissen aus Beton, weibliche Männertorsi etc.) „Werden und Vergehen“ beschäftigen sie sowohl in kosmischen Zeiträumen (Phönix, Onda) als im individuellen Erleben (Phönixen).

All ihren Arbeiten ist gemeinsam, dass sie mit Liebe und Hartnäckigkeit das passende Material sucht. Sei es, dass sie für ein Werk, das sie im Kopf hat, mehrmals in die Steinbrüche fährt. Sei es, dass sie Hölzer oder Werksteine jahrelang um sich hat, bis sie zum Einsatz kommen. Oder dass sie mit grosser Sorgfalt und Kenntnis das adäquate Material für die Umsetzung einer Idee wählt und dabei sogar auf Aspekte wie „das schöne Altern“ achtet.

Konzentration und Poesie

Für einen bestimmten Platz und die Menschen, die ihn nutzen, ein Werk zu schaffen, begrüsst Edith als spezielle Ausgangslage. Dabei ist ihr die Qualität des Ortes, seine Dimensionen und Proportionen, seine Geschichte und Funktion genauso wichtig wie die Menschen und ihre Erwartungen an den Ort. So hat sie für den Zürcher Rigiplatz einen modernen Dorfbrunnen ausgeführt, gefertigt aus Tessiner Gneis. Ein Brunnen bei dem man ab der Röhre trinken kann, der einlädt sich zu setzen und dessen Becken so beschaffen ist, dass Kinder darin baden können.

Edith lebt und arbeitet in Zürich. Versteckt im Park vom Sihlfeld liegt ihr Atelier, ein Häuschen mit Werkplatz inmitten all der Bäume. Eine stille Insel in unmittelbarer Nähe zum Stadtgetriebe. Nur 10 Gehminuten entfernt wohnt sie in einer historischen Siedlung. Ruhig gelegen im lebendigen Wiedikon mit all seinen Treffpunkten für Jung und Alt, für Gourmets und Fastfooder, Zeitungsleser und Nachtschwärmer. Als Liebhaberin der Vielfalt und der Gegensätze fühlt sie sich wohl in dieser Konstellation.

Sie finden Edith’s Skulpturen im In- und Ausland, bei Privaten und öffentlichen Plätzen. Weitere Informationen siehe: www.bildhauerin.ch. Sie ist bei SIKART mit der 2. Bearbeitungsstufe aufgeführt: Schweizer Künstlerin von regionaler Bekanntheit, deren Werke in Museen, Galerien und Privatsammlungen vertreten sind.

Edith Kappeler

Adresse:
Ämtlerstrasse 151
CH-

Webseite:
www.bildhauerin.ch

Spezialgebiete

  • Skulpturen in Bronze und Stein
  • Arbeiten in Beton

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